Waschmaschine reinigen: Hausmittel für eine saubere Waschmaschine

  • Sie können mit einfachen Hausmitteln Ihre Waschmaschine reinigen.
  • Die regelmäßige Reinigung der Waschmaschine verlängert ihre Laufzeit.
  • Sie verhindern damit die Bildung von Schimmel und Kalk.

Wenn Sie regelmäßig Ihre Waschmaschine reinigen, wird sie Ihnen noch lange Jahre gute Dienste leisten. Mit Hausmitteln gelingt das gleichermaßen zuverlässig wie billig. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie beachten müssen, und einen als wertvoll gehandelten Tipp, auf den Sie besser verzichten. Was das ist, erfahren Sie in diesem Artikel, ebenso wie die genaue Vorgehensweise.

1. Waschmaschinenreiniger oder Hausmittel?

junge frau liest inhaltsstoffe

Waschmaschinenreiniger können umweltschädliche Inhaltsstoffe haben.

In der Drogerie, im Supermarkt oder auf Verkaufsabenden bekommen Sie oft kostengünstige Waschmaschinenreiniger. Sie erfüllen ihren Zweck, doch ist es oft anhand der Inhaltsstoffe kaum nachvollziehbar, was Sie da mit dem Waschwasser alles ins Grundwasser gelangen lassen. Alte Hausmittel helfen bei regelmäßiger Anwendung oftmals genauso gut wie die Chemiekeulen und belasten die Umwelt weniger, weil es sich um natürliche Wirkstoffe handelt.

2. Das Fach für das Waschmittel braucht eine besondere Reinigung

Lassen Sie die Schublade für das Waschmittel nach der Benutzung nicht nur offen austrocknen. So verhindern Sie zwar die Schimmelbildung, doch Sie sehen die hinteren Ecken nicht. Entnehmen Sie sie daher ganz und wischen Sie sorgfältig durch die Einspülkammer. Häufig bleiben hier nämlich Reste zurück, auf denen sich Schimmelsporen ansiedeln können. Vermehren sie sich, kann es sein, dass Ihre Kleidung nach der Wäsche stinkt.

Alternative: Gebissreiniger

Auch eine Reinigungstablette für Gebisse im Wassereimer säubert die Schublade sorgfältig.

Möchten Sie das Fach nicht nur sauber, sondern keimfrei haben, legen Sie es in einem Eimer, in dem Sie Wasser und Essig mischen. Lassen Sie die Mischung mindestens 30 Minuten lang einwirken und spülen Sie die Schublade danach sorgfältig ab. Nun können Sie sie wieder einsetzen und sicher sein, dass sich in der nächsten Zeit kein Schimmel darin bilden wird.

Tipp: Sie können die Schublade auch nach jedem Waschgang einmal mit einem Lappen auswischen und so die Waschmittelreste entfernen.

3. Denken Sie an das Flusensieb, wenn Sie die Waschmaschine reinigen

Wussten Sie, dass Ihre Waschmaschine wie der Trockner ein Flusensieb hat? Viele Menschen säubern es nie und wundern sich, wenn schließlich der Ablauf ihrer Waschmaschine verstopft ist. In der Gebrauchsanweisung können Sie nachlesen, wie die Reinigung des Siebs funktioniert. Der Aufbau variiert von Hersteller zu Hersteller (im Video sehen Sie eine Maschine von Bosch), doch die Grundzüge sind immer gleich. Details zum Aufbau aktueller Modelle können Sie im Internet recherchieren. Dort gibt es viele Waschmaschinen im Vergleich, die Ihnen auch bei der Anschaffung einer neuen Maschine eine Hilfestellung sein können.

mensch wischt wasser auf

Fangen Sie besser das Wasser auf, wenn Sie das Flusensieb der Waschmaschine reinigen.

Unten an der Waschmaschine findet sich eine Klappe, die Sie öffnen können. Dahinter ist das Flusensieb mit einem Griff, an dem Sie drehen können. In manchen Fällen sehen Sie daneben einen Ablaufschlauch. Möchten Sie das Flusensieb der Waschmaschine reinigen, lassen Sie erst über den Schlauch das in der Maschine verbliebene Wasser ab (oft riecht es etwas streng). Alternativ halten Sie eine Schale und einen Lappen unter das Sieb und fangen das Wasser auf, das beim Aufdrehen austritt. Achtung: In manchen Fällen sitzt das Sieb sehr fest – vor allem, wenn Sie es lange nicht bewegt haben.

Reinigen Sie mit einem Tuch das Fach hinter dem Sieb aus. Hier können sich kleine Dinge wie Münzen anfinden, aber auch schon einmal eine Socke oder ein BH-Bügel. Waschen Sie das Sieb selbst jetzt gründlich ab, ehe Sie es wieder einsetzen. Drehen Sie es so weit, dass es einrastet, sonst kann es bei der nächsten Wäsche zu einer Überschwemmung kommen.

4. Mit simplen Handgriffen die Trommel der Waschmaschine reinigen

frau putzt trommel der waschmaschine

Das Putzen der Trommel können Sie einem Waschgang überlassen, wenn Sie Ihre Waschmaschine reinigen.

Sie müssen nicht mit einem Reiniger für den Haushalt halb in die Trommel kriechen und im Halbdunkel putzen: Nutzen Sie einfach einen Waschgang mit hohen Temperaturen dafür. Da die meisten Kleidungswäschen heute nur bei niedrigen Temperaturen stattfinden, können Fette und Waschmittelreste nicht mehr ordentlich aufgelöst und weggespült werden.

Falls Sie mindestens alle zwei Wochen etwa Ihre Handtücher bei 95 Grad waschen, haben Sie wahrscheinlich mit solchen Ablagerungen keine Probleme: Bei dieser Temperatur hat solcher Schmutz keine Chance. Ansonsten ist es das Beste, wenn Sie etwa alle zwei Wochen ohne Wäsche das Kochwaschprogramm durchlaufen lassen.

Es gibt mehrere Alternativen zur Reinigung der Waschtrommel. Dazu zählen etwa

  • Natron
  • Zitronensäure
  • Spülmaschinentabs

Füllen Sie 50 Gramm Natron in die Einspülkammer und lassen Sie die Maschine bei 40 Grad laufen. So werden Sie Keime und Bakterien los und beugen Schimmelpilz vor. Gleiches gilt für Zitronensäure: Geben Sie sieben bis acht Esslöffel davon direkt in die Trommel, wenn Sie die Waschmaschine reinigen, und stellen Sie die Maschine auf 40 Grad. Nach der halben Waschzeit pausieren Sie die Maschine für etwa zwei Stunden, damit das Wasser-Zitronensäure-Gemisch einwirken kann. Danach setzen Sie den Waschgang fort. Die Spülmaschinentabs geben Sie einfach in die Trommel und lassen die Maschine bei 40 Grad laufen.

Wenn Sie Ihre Waschmaschine reinigen, sollten Sie keine Kleidung in die Trommel legen!

5. Die Dichtung kann schnell schimmeln

Die Wäsche ist fertig. Sie nehmen sie aus der Maschine und lassen Tür und Waschmittelschublade auf, damit sie trocknen können. So weit, so gut – doch wie oft kümmern Sie sich um die Türdichtung? Da sich hier oft im unteren Bereich ziemlich viel Wasser ansammelt, ist sie ein Tummelplatz für Keime und Bakterien. Auch Schimmel bildet sich hier schnell. Daher sollten Sie sich angewöhnen, nach dem Waschgang einmal mit einem Tuch durch die Dichtung zu wischen – idealerweise geben Sie dafür etwas Zitronensaft darauf.

6. Waschmaschine entkalken mit schonenden Mitteln

zitronen handtücher waschpulver

Mit Zitronensäure können Sie nicht nur Ihre Waschmaschine reinigen, sondern sie auch vor Kalk schützen.

Gerade in Gegenden mit hartem Wasser sollten Sie regelmäßig Ihre Waschmaschine entkalken. So verhindern Sie, dass die Heizstäbe verkalken, und umgehen eine teure Reparatur. Zahlreiche Ratgeber auf Seiten wie smarticular geben hier den Tipp, Essigsäure zu benutzen. Tun Sie das bloß nicht! Zwar hilft die Säure zuverlässig gegen Kalk, aber auf die Dauer halten Ihre Dichtungen und Schläuche ihr nicht stand: Sie werden marode und rissig. Mit Essig sollten Sie ausschließlich die Waschmittel-Schublade reinigen, die Sie danach sorgfältig abspülen.

Das Mittel der Wahl ist auch hier Zitronensäure, die Sie wie oben beschrieben verwenden: Sie beseitigt den Kalk ebenfalls und entfernt Schimmel und Bakterien, greift aber dabei die Maschine nicht an. Die Säure eignet sich auch besser als Mittel mit Chlor, wenn Ihnen die Umwelt am Herzen liegt: Diese können nämlich nur sehr langsam abgebaut werden.

Tipp: Möchten Sie hartes Wasser weicher machen, fügen Sie der Wäsche lieber Soda zum Waschen bei als Calgon. Das ist schonender.

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