Matratzenbezug waschen: So reinigen Sie Ihren Matratzenbezug

Matratzenbezug-waschen-Ratgeber
  • Im Bett befinden sich etwa zwei Millionen Milben, die bei manchen Menschen Allergien auslösen können. Daher sollten Allergiker sowohl Kissen und Decken als auch den Matratzenbezug etwa alle drei Monate reinigen. Um die Matratze zusätzlich zu schützen, kann eine Matratzenauflage verwendet werden.
  • Die Pflege eines Schutzbezugs gestaltet sich in der Regel sehr einfach. Wenn Sie den Matratzenbezug waschen möchten, können Sie ihn ganz einfach in die Waschmaschine geben.
  • Die Schutzbezüge sollten gespannt an der Luft getrocknet werden. Die Trocknung im Trockner kann dazu führen, dass der Bezug einläuft.

Auf einer Matratze sammeln sich jede Nacht Schweiß und Hautschuppen, welche einen optimalen Nährboden für Milben bilden. Ein Matratzenschutzbezug kann Ihre Matratze vor diesen Verschmutzungen schützen. Dieser muss dazu jedoch regelmäßig gepflegt und gereinigt werden.

Aber welche Arten von Matratzenbezügen gibt es eigentlich und wie oft müssen diese gereinigt werden?

In unserem Ratgeber erfahren Sie alles darüber, wie Sie einen Matratzenbezug waschen können. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Arten vor und geben Ihnen eine detaillierte Anleitung zur richtigen Reinigung. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen und welche Hausmittel geeignet sind, um Flecken zu entfernen.

1. Milben ernähren sich von Hautschuppen

Tipps

Hausstaubmilben lieben ein feucht-warmes Klima.

Im Bett verbringen wir etwa ein Drittel unseres Tages. Wir verlieren dort viele Hautschuppen, von denen sich Milben ernähren können. Die Hausstaubmilbe gehört zur Gattung der Spinnentiere und ist nur etwa 0,1 bis 0,5 mm groß. Da sie im Freien nicht überleben könnten, kommen sie fast ausschließlich im menschlichen Haushalt vor.

Die meisten Hausstaubmilben befinden sich dabei im Bett. Dort herrscht durch Wärme und ausgeschiedenen Schweiß ein optimales Klima. Die Tierchen an sich sind nicht gefährlich und übertragen keine Krankheiten. Problematisch können jedoch die Ausscheidungen werden, da einige Menschen eine Allergie gegen den Kot entwickeln; die sogenannte Hausstaubmilbenallergie.

(Allergen-) spezifische Immuntherapie (SIT)

Studien belegen, dass Immuntherapie-Präparate dabei helfen können, die Hausstaubmilbenallergie zu mindern.

Wie oft Sie den Matratzenschoner waschen sollten, hängt demnach vor allem damit zusammen, ob Sie Allergiker sind oder nicht. Während es als Nicht-Allergiker ausreichend ist, wenn Sie den Bettbezug einmal pro Jahr waschen, sollten Allergiker die Matratzenhülle mindestens alle drei bis vier Monate säubern. Nur so kann verhindert werden, dass die Allergie-Symptome immer stärker werden.

Zu häufiges Waschen kann dazu führen, dass die Materialien sehr schnell abnutzen. Nicht-Allergiker können die Matratze stattdessen regelmäßig bei offenem Fenster lüften. Dadurch können Sie vermeiden, dass Stock- und Schimmelflecken entstehen.

Sollten Sie nachts vermehrt schwitzen, ist auch eine Matratzenauflage oder ein Topper eine gute Alternative. Sie sorgen dafür, dass die Matratze geschont und Schmutz ferngehalten wird. Zudem hat dieser Schutz den Vorteil, dass die Matratze nicht so schnell stinkt.

2. Matratzenschutzbezüge richtig abnehmen

wissen

Achten Sie bereits beim Kauf darauf, ob sich der Schonbezug abnehmen lässt.

Zunächst muss gesagt werden, dass nicht jede Matratze über einen Überzug verfügt. In einigen Fällen kann auch ein Schutzbezug vorhanden sein, der sich jedoch nicht abnehmen bzw. waschen lässt. Daher sollten Sie vor allem als Allergiker gleich beim Kauf darauf achten, dass die Matratze einen waschbaren Bezug aufweist. Sie erkennen dies daran, dass sich außen an der Matratze ein Reißverschluss befindet.

Im Hinblick auf den Reißverschluss des Bezugs gibt es folgende Möglichkeiten:

  • nur an einer Seite
  • an drei Seiten
  • rundum verlaufend

Wenn sich der Reißverschluss nur an einer Seite befindet, ist es nahezu unmöglich diesen zu waschen. Denn es ist enorm schwierig, den Bezug über die Matratze zu ziehen. Auch wenn Sie dies schaffen würden, wäre es aussichtslos, ihn wieder aufzuziehen. Lassen Sie also lieber die Finger davon, wenn Sie vorhaben, den Bezug regelmäßig zu waschen.

Anders sieht es hingegen bei einem dreiseitigen Reißverschluss aus. Diesen bekommen Sie in der Regel problemlos von der Matratze. Um den Matratzenbezug waschen zu können, sind hingegen große Trommeln vonnöten, da Sie diesen im Ganzen waschen müssen.

Tipp: Passt der Bettbezug nicht in Ihre Waschmaschine, können Sie ihn für kleines Geld in einem Waschsalon waschen lassen.

Ein Rundum-Reißverschluss hat hingegen den Vorteil, dass er in den meisten Fällen auch teilbar ist. So können Sie die beiden Teile getrennt voneinander waschen.

3. Den Matratzenbezug waschen

richtig waschen

Ab einer Temperatur von 60 Grad werden Milben abgetötet.

Einen Matratzenschutzbezug können Sie in der Regel ohne Probleme selbst waschen. Die Bezüge können aus verschiedenen Stoffarten bestehen. Das Material gibt dabei Auskunft über die Qualität und die Waschbarkeit. Schauen Sie vor dem Waschen unbedingt auf die Herstellerangaben, um sicherzugehen, dass das Material dem Waschgang standhält.

Manche Bezugsstoffe werden zusätzlich veredelt, sodass die Betthygiene verbessert werden kann. Durch chemische Verfahren können sich Milben und Pilze nicht mehr so gut vermehren. Normalerweise sind aber auch diese Bezüge bei mindestens 60 Grad waschbar.

Wenn Sie einen Matratzenbezug waschen möchten, können Sie normales Feinwaschmittel benutzen. Sowohl pulverförmiges als auch flüssiges Waschmittel ist geeignet. Wählen Sie anschließend ein Programm aus, welches die Wäsche bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad wäscht. Nur dann kann gewährleistet werden, dass die Milben vollständig abgetötet werden. Beachten Sie jedoch auch hier die Herstellerangaben.

Bei größeren Wäschestücken macht zudem eine Vorwäsche Sinn. So kann der Bezug ausreichend im Wasser einweichen.

Damit der Bezug im Anschluss nicht triefend nass aus der Waschmaschine kommt, können Sie diesen natürlich auch schleudern. Die Drehzahl sollte allerdings nicht über 800 U/min liegen, da sich der Stoff ansonsten verziehen kann.

Falls ihre Matratze über keinen waschbaren Bezug verfügt, gibt es dennoch die Möglichkeit, Flecken zu entfernen. Um Verschmutzungen zu beseitigen, können Sie Backpulver oder Natron benutzen. Einfach auf den Fleck geben, mit einer weichen Bürste einarbeiten und kurz einwirken lassen. Danach können Sie die Reste mit einem Staubsauger absaugen. Die Hausmittel sind auch geeignet, um die gesamte Matratze zu reinigen und aufzufrischen.

4. Die Matratzenhülle trocknen und anbringen

putzen

Hängen Sie den Bezug zum Trocknen über Stühle oder eine Wäscheleine.

Matratzenbezüge sind im Allgemeinen nicht für den Trockner geeignet. Das Problem daran ist, dass der Stoff einlaufen kann, sodass Sie den Bezug nicht mehr auf die Matratze bekommen. Daher ist es besser, wenn Sie den Bezug an der Luft trocknen lassen. Die meisten Exemplare müssen sogar liegend getrocknet werden. In diesem Fall können Sie den Bezug über vier Stühle spannen.

Teilbare Bezüge lassen sich vergleichsweise einfach wieder anbringen. Aber auch wenn sich der Reißverschluss nur an drei Seiten befindet, ist das Aufziehen in der Regel kein Problem. Schieben Sie Matratze dazu einfach zwischen die beiden Teile und schließen Sie daraufhin vorsichtig den Zipper. Achten Sie dabei darauf, dass sich der Stoff nicht in den Zähnen verheddert.

Bringen Sie den Bezug erst wieder an, wenn er vollständig getrocknet ist! Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schimmel entsteht.

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