Allergiker Waschmittel: Das müssen Sie mit Allergien bei Waschmitteln beachten

Allergiker-Waschmittel-Ratgeber
  • Viele herkömmliche Waschmittel enthalten potenzielle Allergene. Dies können Tenside, Enzyme, Bleichmittel, Farb- sowie Duftstoffe sein.
  • Bei einer
  • Bei Waschmittelallergikern ist es notwendig, auf Alternativen zurückzugreifen. Neben klassischen Allergiker-Waschmitteln gibt es Waschnüsse, die auf natürliche Weise wirken.
  • Wenn Sie bei höheren Temperaturen waschen, werden Keime besser bekämpft. Somit können Sie weniger Waschmittel verwenden, um die Rückstände in der Kleidung zu minimieren.

Es gibt zahlreiche Waschmittel auf dem Markt. Die Hersteller werben mit frischem Duft und einer einzigartigen Sauberkeit oder aber einem neuartigen Frischegefühl. Für viele Allergiker stellt dies jedoch ein großes Problem dar, da Waschmitteln immer mehr Substanzen beigemengt werden, die Allergien auslösen können.

In unserem Ratgeber über Allergiker-Waschmittel finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Wäsche trotz einer Waschmittelallergie sauber bekommen. Wir informieren Sie über häufig vorkommende Allergene und Duftstoffe. Sie erhalten einen Überblick, welche Symptome auftreten können und wie Sie diese wieder loswerden.

Selbstverständlich widmen wir uns intensiv der Frage, welches Waschmittel für Allergiker geeignet ist und wie viel ein solches spezielles Waschmittel kostet.

1. Das Auftreten einer Waschmittelallergie

Welches Allergiker-Waschmittel ist geeignet?

Viele herkömmliche Waschmittel enthalten potenzielle Allergene.

Waschmittel sind nützlich und notwendig, um die Kleidung sauber zu halten. Doch nicht jedes Waschmittel erfüllt nur diesen Zweck. Einige Inhaltsstoffe führen dazu, dass der Körper überreagiert. Mit Hilfe von Enzymen lassen sich spezielle Flecken, wie etwa Blut, besser aus der Kleidung herauslösen. Tenside helfen dabei, Fettflecken effektiv zu beseitigen.

Um weiße Hemden strahlen zu lassen, setzen diverse Waschmittelhersteller auf Bleichmittel. Bei schwarzer Kleidung wird hingegen mit speziellen Färbemitteln gearbeitet.

Zusätzlich ist es ein großes Anliegen, bei möglichst geringen Temperaturen waschen zu können. So wird Energie gespart und die Kosten für Sie als Verbraucher reduzieren sich. Um dies zu erreichen, finden sich in vielen Produkten Desinfektionsmittel. Diese verhindern, dass sich Keime festsetzen und unangenehme Gerüche in der Kleidung hängen bleiben.

All diese Aspekte machen Sinn, führen jedoch leider auch dazu, dass Menschen mit empfindlicher Haut Probleme bekommen. Die Zusatzstoffe begünstigen das Entstehen von Allergien. Welches Tensid oder welches Enzym letztlich als Auslöser einer Allergie infrage kommt, lässt sich aufgrund der Vielzahl der einzelnen Substanzen nur schwer ermitteln.

Achtung: Je mehr Inhaltsstoffe ein Waschmittel aufweist, desto höher ist das Risiko, dass sich darunter eine Substanz befindet, die das Entstehen einer Waschmittel-Allergie begünstigt.

2. Symptome einer Waschmittelallergie

Allergiker-Waschmittel für Kinder

Kontaktallergien treten teils bereits bei Babys auf.

Die wenigsten Menschen reagieren bei einem Kontakt mit einem Waschmittel direkt. Eine Waschmittelunverträglichkeit äußert sich meist erst beim Tragen der Kleidung. Der Grund dafür liegt darin, dass die Partikel des Waschmittels auf die Kleidung übergehen und nur in sehr geringer Dosierung in der Wäsche hängen bleiben.

Häufig macht sich eine Allergie gegen Waschmittel durch eines oder mehrere der folgenden Symptome bemerkbar:

  • Ausschlag
  • Juckreiz
  • Bildung von Quaddeln oder Bläschen

Neben einer allergischen Reaktion der Haut treten jedoch auch andere Symptome auf, die viele Betroffene zunächst nicht direkt mit einer Waschmittelallergie in Verbindung bringen. Dies betrifft vor allem folgenden Reaktionen:

  • Kopfschmerzen
  • Halskratzen oder sogar Husten
  • vermehrte Schleimbildung

Extreme Reaktionen, wie ein anaphylaktischer Schock, treten hingegen nur äußerst selten auf. Weitaus häufiger äußern sich die Beschwerden bei einer Kontaktallergie an der betroffenen Körperstelle direkt auf der Haut.

Salbe gegen Waschmittel-Allergie

Cortisonhaltige Cremes helfen bei der Behandlung der Symptome.

Wenn Sie eine allergische Reaktion der Haut bei sich feststellen, sollten Sie das Waschmittel zunächst nicht weiter verwenden. Ansonsten besteht das Risiko, dass sich die Allergie verschlimmert. Um festzustellen, ob Sie auf einen bestimmten Stoff allergisch reagieren, können Sie einen Termin bei einem Hautarzt machen.

Durch einen Allergietest wird die Reaktion des Körpers festgestellt. Leider besteht jedoch wenig Hoffnung darauf, eine Kontaktallergie zu heilen. Sie besteht in der Regel dauerhaft. Stress oder eine ungesunde Lebensweise können die auftretenden Symptome zusätzlich verschlimmern.

In der Regel hilft es nur, die Allergene zu meiden. Wenn Sie unter Juckreiz, Rötungen oder einer der anderen Beschwerden leiden, klingen diese meist innerhalb weniger Wochen wieder ab. Selbstverständlich gilt dies nur für den Fall, dass Sie das entsprechende Waschmittel nicht weiter verwenden.

3. Allergiesymptome mindern

Allergien gegen neue Kleidungsstücke

Besteht eine Allergie gegen bestimmte Stoffe, ist es besonders wichtig, neue Kleidung vor dem ersten Tragen gründlich zu waschen. Farbreste und andere chemische Rückstände werden während des Fertigungsprozesses häufig nur unzureichend entfernt. Besonders für allergieanfällige Personen birgt dies ein hohes Risiko, dass eine Allergie ausgelöst wird.

Nicht immer fällt es leicht, allergieauslösende Stoffe gänzlich aus dem eigenen Leben zu verbannen. Sind die Beschwerden nicht besonders stark ausgeprägt, kann es bereits ausreichen, weniger Waschmittel zu verwenden oder aber einen zusätzlichen Spülgang durchzuführen.

Sie können die Funktion bei vielen modernen Waschmaschinen direkt einstellen. Bei älteren Modellen müssen Sie dies unter Umständen manuell programmieren. Ein Extraspülgang sorgt dafür, dass die im Waschmittel enthaltenen Tenside, Enzyme, Bleichmittel oder auch Desinfektionsmittel fast vollständig aus der Kleidung entfernt werden.

Auf lange Sicht macht es allerdings nur Sinn, die allergieauslösenden Stoffe weitestgehend zu meiden. Um dies zu gewährleisten, ist der Besuch eines Hautarztes unumgänglich. Im Rahmen eines Allergietests stellt der Hausarzt fest, bei welchen chemischen Verbindungen Ihr Körper unangemessen stark reagiert.
Bei stärkeren Beschwerden helfen cortisonhaltige Cremes, die Sie allerdings nur kurzzeitig anwenden sollten.

Achtung: Vermeiden Sie Weichspüler. Außer dem Effekt, dass Ihre Wäsche sich etwas flauschiger anfühlt und gut riecht, enthalten Weichspüler viele Weichmacher. Aufgrund der Verklumpung einzelner Fasern fällt es deutlich schwerer, Waschmittel komplett aus der Kleidung auszuwaschen. So wird das Kleidungsstück für Allergiker nahezu unbrauchbar.

4. Allergiker-Waschmittel – welche Alternativen es gibt

Waschmittel sensitiv

Achten Sie beim Kauf eines Allergiker-Waschmittels auf die Inhaltsstoffe.

Der Waschmittelmarkt ist sehr facettenreich. Inzwischen reagieren zahlreiche Hersteller auf die Anliegen vieler Allergiker. Zunehmend finden Sie spezielle Waschmittel, die als allergikerfreundlich gelten. Dabei verzichten jedoch längst nicht alle Produzenten auf Enzyme oder andere Inhaltsstoffe, die in der Lage sind, Allergien auszulösen.

Wenn Sie auf ein bestimmtes Waschmittel allergisch reagieren, kann Ihnen der Wechsel zu der hautfreundlichen Alternative nur nützen. Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, welche Zusatzstoffe das Waschpulver enthält. Stellen Sie fest, dass das gewählte Produkt keine Besserung mit sich bringt, wählen Sie ein anderes Allergiker-Waschmittel aus, welches auf andere Inhaltsstoffe setzt.

Setzen Sie gänzlich auf ein natürliches Waschmittel ohne Enzyme, landen Sie früher oder später bei den Waschnüssen. Als biologisches Naturwaschmittel kommt die Waschnuss komplett ohne den Zusatz von Chemie aus.

Die Stiftung ECARF (European Centre For Allergy Research Foundation) hat ein eigenes Qualitätssiegel entwickelt, um allergikerfreundliche Produkte zu kennzeichnen. Waschmittel, die dieses Siegel erhalten, haben sich für Allergiker als besonders geeignet erwiesen. Um neuen Forschungen gegenüber aufgeschlossen zu bleiben, wird das Siegel jeweils nur für zwei Jahre vergeben. Nähere Informationen über die Stiftung erhalten Sie auf der Website von ECARF.
Waschmittel, die das Siegel tragen, eignen sich ebenfalls für all jene, die unter Neurodermitis leiden.

4.1. Die Waschnuss im Detail

antiallergisches Waschmittel

Mit der Waschnuss können Sie ohne Chemikalien waschen.

Der Waschnussbaum ist ein Asien beheimatet. Seit vielen Jahrhunderten werden die Früchte, die Waschnüsse, getrocknet und zum Waschen der Haare oder auch der Wäsche eingesetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Waschmittel ist die Waschwirkung begrenzt. In vielen Haushalten fällt jedoch nur wenig Wäsche an, die stark verdreckt ist, sodass der Einsatz eines klassischen Vollwaschmittels meist entbehrlich ist.

Die Waschnüsse enthalten etwa 15 % Saponine. So entsteht während des Wäschewaschens Schaum, um die Kleidung zu reinigen. Ein in der Maschine liegendes Säckchen gibt jedoch stetig Wirkstoffe in die Wäsche ab, sodass ein Auswaschen nicht erfolgt. Um die Rückstände aus der Kleidung zu entfernen, sollten Sie das Säckchen mit den Waschnüssen nach dem Waschgang entfernen und eine kurze zusätzliche Spülung durchführen.

Im Folgenden finden Sie die Vor- und Nachteile der Waschnüsse im Überblick:

  • enzymfreies Waschmittel
  • wirkt auf natürliche Weise
  • es entsteht kein Müll, da die Reste biologisch abbaubar sind
  • wenn Sie bei geringeren Temperaturen waschen, können Sie die Waschnüsse mehrfach verwenden
  • wirkt bei höheren Temperaturen deutlich besser (in diesem Fall können Sie die Waschnüsse nur einmal verwenden)
  • es gibt teils große Unterschiede des Saponingehalts
  • die Reinigungswirkung ist geringer als bei herkömmlichen oder aber speziellen Allergiker-Waschmitteln
  • um aggressive Flecken zu entfernen, sind zusätzliche Produkte nötig (z.B. Kernseife)
  • der Waschvorgang gestaltet sich schwieriger (bei Verwendung der Schalen)

4.2. Die Kosten für ein Allergiker-Waschmittel

Rötungen im Gesicht

Es gibt starke Preisunterschiede verschiedener Waschmittel.

Eine pauschale Aussage über die Kosten für Allergiker-Waschmittel ist leider nicht möglich. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Produkten ist teils immens. Für die Waschnuss müssen Sie in der Regel etwas tiefer in die Tasche greifen als bei anderen Allergiker-Waschmitteln.

Im Schnitt zahlen Sie für ein Kilogramm Waschnüsse zwischen 10 und 15 Euro. Es gibt auch einige Fertigwaschmittel, die auf die Waschnuss setzen. Dabei kommt jedoch nicht nur diese zum Einsatz. Die gemahlene Waschnuss bietet Ihnen den Vorteil der besseren Dosierbarkeit. Zudem kommen keine Duftstoffe zum Einsatz, sodass die Wäsche deutlich frischer riecht.
Auf der anderen Seite führt dieser Umstand wieder dazu, dass mehrere Inhaltsstoffe Verwendung finden, sodass das Pulver unter Umständen nicht besser verträglich ist als andere Allergiker-Waschmittel.

Nahezu alle namhaften Unternehmen im Waschmittelbereich bieten eigene Allergiker-Waschmittel an. Die Kosten für ein solches Waschmittel liegen zwar etwas höher als für ein Standard-Waschpulver, der Unterschied fällt jedoch vergleichsweise gering aus.

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