Wie wende ich Flüssigwaschmittel richtig an? Diese Tipps helfen

Flüssigwaschmittel-Ratgeber
  • Flüssigwaschmittel und Pulver haben Vor- und Nachteile.
  • Geben Sie Flüssigwaschmittel nie direkt in die Waschtrommel.
  • Bei leicht verschmutzter Wäsche reichen wenig Waschmittel und geringe Temperaturen aus, um die Wäsche zu säubern.

Waschmittel gibt es auf dem deutschen Markt in Hülle und Fülle. Für jeden Fleck wird uns ein anderes Waschmittel empfohlen. Aber benötigen wir wirklich so viele verschiedene Pulver, Gels und Tabs? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Pulver und Flüssigwaschmittel?

In unserem Ratgeber informieren wir Sie über die verschiedenen Sorten und Ihre Wirkungsweise. Sie erfahren, welche Dosierung Sie vornehmen sollten und wie Sie Flüssigwaschmittel richtig einfüllen.

1. Die Anwendung von Flüssigwaschmittel – so wird Ihre Wäsche sauber

Waschtipps

Nicht immer ist das mittlere Fach für die Hauptwäsche vorgesehen.

Immer wieder werden Sie lesen, dass Sie Flüssigwaschmittel direkt in die Trommel geben sollen. Die Zugabe von Waschmittel kann jedoch ganz einfach über die Einfüllvorrichtung Ihrer Waschmaschine erfolgen. Sie können dasselbe Fach nutzen, welches sie auch für Pulver verwenden.

In der Regel ist die Waschschublade dreigeteilt. Die einzelnen Fächer sind beschriftet und es findet sich ein Zeichen darauf, welches erklären soll, für welchen Inhalt es bestimmt ist. Leider sind weder die Reihenfolge noch die Symbole einheitlich, sodass Sie einmal in die Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine schauen sollten.

Häufig ist das mittlere Fach für die Hauptwäsche bestimmt. Die übrigen beiden Fächer kennzeichnen die Fächer für Vorwäsche sowie für Weichspüler. Den Einsatz für Weichspüler erkennen Sie meist daran, dass es das kleinste Fach ist und zudem mit einer Blume oder einem ähnlichen Symbol markiert ist.

Für die reguläre Wäsche benötigen Sie nur das Fach für die Hauptwäsche. Dies gilt sowohl für Color- und Fein- als auch für Vollwaschmittel.

Wenn Sie bei Sporttextilien oder Unterwäsche zusätzlich ein Desinfektionsmittel verwenden, geben Sie dieses in das Weichspülerfach.

Auf Weichspüler selbst sollten Sie indes komplett verzichten. Zwar sorgen die enthaltenen Substanzen dafür, dass sich Ihre Textilien kuschelig weich anfühlen. Aufgrund der vielen enthaltenen Duftstoffe und Weichmacher können Weichspüler jedoch Allergien auslösen und sind sehr umweltbelastend.

2. Flüssigwaschmittel richtig dosieren

Reinigungsmittel für Handwäsche

Dosieren Sie die Menge genau.

Um Flecken zu entfernen und Ihre Wäsche nicht zu sehr zu belasten, sollte die Zugabe von Waschmittel genau abgemessen werden. Bei zu viel Waschmittel verbleiben oftmals Rückstände in Ihrer Kleidung. Zudem belasten Sie die Umwelt und Ihren eigenen Geldbeutel unnötig.

Dosieren Sie das Konzentrat zu schwach, reicht die Reinigungswirkung nicht aus und es kommt vor, dass die Wäsche stinkt, obwohl Sie sie gewaschen haben.

Viele Waschmittelhersteller versehen Flüssigwaschmittel mit praktischen Einfüllhilfen, sodass Sie nicht ohne Dosierhilfe auskommen müssen. Alternativ können Sie sich bei diversen Herstellern eine kostenlose Dosierhilfe zusenden lassen.

Die Dosierung richtet sich nach den Faktoren:

  • Verschmutzungsgrad der Kleidung
  • Menge der Textilien
  • Härtegrad des Wassers

Bei nur leicht verschmutzter Wäsche benötigen Sie etwas weniger Waschmittel. Zusätzlich können Sie eine eher niedrige Temperatur wählen, um Energiekosten einzusparen. Laut dem IKW (Industrieverband für Körperpflege und Waschmittel e.V.) ließen sich beim Waschen bis zu 50 % der Kosten vermeiden.

Handwäsche mit Waschmittel

Flüssigwaschmittel verfügen meist über einen integrierten Messbecher im Deckel.

Auf Ihrem Reinigungsmittel befinden sich Angaben zur Dosierung. Da Sie Ihre Maschine, wenn Sie ein Programm für Koch- und Buntwäsche einstellen, komplett füllen können, wird bei der Standarddosierung von etwa 4,5 kg Wäsche ausgegangen. Dies gilt jedoch nur für Voll- sowie Colorwaschmittel.

Bei Feinwäsche ist es ratsam, die Trommel nur zur Hälfte zu füllen und ein entsprechendes Programm für pflegeleichte oder Feinwäsche auszuwählen. Die angegebene Dosierung richtet sich bei Feinwaschmitteln nach einer Wäschemenge von etwa 2,5 kg.

Haben Sie eine sehr große Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 7 kg oder mehr, sollten Sie eine etwas höhere Dosierung vornehmen. Um hartnäckige Flecken zu beseitigen, helfen hohe Temperaturen sowie etwas mehr Waschmittel. Teils ist jedoch auch eine intensive Vorbehandlung nötig.

Je härter das Wasser bei Ihnen zu Hause ist, desto schlechter kann das eingesetzte Waschmittel wirken. Bei sehr hartem Wasser reichen die im Waschmittel enthaltenen Enthärter nicht aus, bzw. die anderen Substanzen werden überdosiert.

Um die Wasserhärte herauszufinden, gibt es spezielle Teststreifen. Viele Wasserwerke bieten Ihnen kostenlose Teststreifen an, anhand derer Sie sich orientieren können.

3. Flüssigwaschmittel oder Waschpulver – was wirkt besser?

Waschmittel im Vergleich

Waschpulver ist nicht per se besser.

Es gibt einige Unterschiede zwischen Flüssigwaschmitteln und Pulvern. Als Waschmittel für weiße Wäsche eignet sich Pulver am besten. Das Problem bei Pulvern liegt meist darin, dass es verklumpt. Zusätzlich entstehen beim Waschen mit Pulver teils fleckige Rückstände. Dies ist jedoch häufig ein Zeichen dafür, dass zu viel Waschpulver verwendet wurde. Sichtbar werden solche Flecken besonders auf dunkler Kleidung.

Wenn Sie Flüssigwaschmittel benutzen, ist die Anwendung einfacher. Erfahrungen und Tests zeigen jedoch, dass es in puncto Waschwirkung etwas schlechter abschneidet als vergleichbares Pulver. Dies ist jedoch bei nicht übermäßig verschmutzter Kleidung irrelevant.

Bei Flüssigwaschmitteln fällt etwas mehr Müll an, da es nicht so stark konzentriert ist. Es wurde jedoch kürzlich beschlossen, die Standarddosierung zu senken. Flüssigwaschmittel werden somit in Zukunft konzentrierter.

Ein weiterer Nachteil liegt in der Haltbarkeit. Pulver können Sie – eine trockene Lagerung vorausgesetzt – sehr lange verwenden. Bei Flüssigwaschmitteln sind hingegen Konservierungsstoffe erforderlich, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.

Wenn einige Ihrer Textilien eine Handwäsche benötigen, sollten Sie jedoch stets zu Flüssigwaschmitteln greifen. Das Auflösen des Pulvers ist sehr mühselig und gelingt relativ schlecht.

4. Flüssigwaschmittel im Überblick

Flüssigwaschmittel sind nach verschiedenen Kategorien geordnet. So finden sich im Supermarkt- oder Drogerieregal zahlreiche Reinigungsmittel für die unterschiedlichsten Flecken und Verwendungen.

Im Wesentlichen reichen die folgenden Mittel für den Hausgebrauch:

Waschmittel Verwendungszweck
Vollwaschmittel
  • für weiße und helle Wäsche sowie Handtücher
  • ideal für das Waschen bei hohen Temperaturen geeignet
Colorwaschmittel
  • für bunte Textilien
  • kann bei niedrigen und höheren Temperaturen eingesetzt werden
Feinwaschmittel
  • für feine Wäsche
  • nur bei niedrigen Temperaturen verwenden
  • ist nicht unbedingt nötig, da Colorwaschmittel ähnlich wirkt
Sportwaschmittel
  • ist ein Feinwaschmittel, welches zusätzlich Gerüche neutralisiert
  • für Funktionskleidung empfehlenswert
Wollwaschmittel
  • ist frei von Enzymen
  • gut geeignet für sehr empfindliche Materialien wie Wolle oder Seide

Je nachdem, wie Sie Ihre Unterwäsche waschen, können Sie zusätzlich zu einem Desinfektionsmittel greifen.

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