Die Waschmaschine richtig verwenden: So gehen Sie gegen Probleme bei der Wäsche vor

Waschmaschine-Ratgeber
  • Auf dem Markt gibt es unendlich viele verschiedene Waschmaschinen. Achten Sie beim Kauf in erster Linie auf die Größe, den Strom- und Wasserbrauch und das Angebot an verschiedenen Programmen. Eine Waschmaschine darf immer nur stehend transportiert werden. Um die Waschmaschine anzuschließen, benötigen Sie in der Regel keinen Fachmann.
  • Die Bedienung einer Waschmaschine ist sehr einfach. Sortieren Sie zuerst die Wäsche und füllen Sie anschließend ein geeignetes Waschmittel ein. Für die unterschiedlichen Textilarten werden verschiedene Programme angeboten.
  • Bei Geruch aus der Maschine sollten sie diese unbedingt reinigen. Benutzen Sie dazu am besten Essig. Auch ein Leerwaschgang bei höchster Temperatur beseitigt alle Keime und Bakterien.

Eine Waschmaschine ist ein sehr nützliches Elektrogerät und befindet sich in nahezu jedem Haushalt. Sie erspart die Handwäsche und sorgt dafür, dass jedes Textil optimal gereinigt wird. Aber wie bedient man eine Waschmaschine richtig? Welche Programme gibt es und was ist zu tun, wenn das Gerät Probleme aufweist?

In unserem Ratgeber finden Sie eine ausführliche Anleitung, wie Sie eine Waschmaschine richtig benutzen. Wir erklären Ihnen, wie Sie das Gerät befüllen sollten und welches Programm für welche Wäsche geeignet ist. Außerdem klären wir Sie darüber, was Sie selbst bei Problemen tun können und wann Sie besser einen Fachmann konsultieren sollten.

1. Eine neue Waschmaschine kaufen

Umdrehungen

Das Angebot an Waschmaschinen ist riesig.

Eine Waschmaschine ist mittlerweile unentbehrlich geworden. Daher ist das Angebot in den Läden sehr groß. Es gibt Geräte von Siemens, Bosch, Bauknecht, AEG und vielen weiteren Herstellern. Die riesige Auswahl kann jedoch auch leicht überfordern. Welche Größe brauche ich? Welche Funktionen sind wichtig? Und wie sieht es mit dem Strom- und Wasserverbrauch aus?

Wer sich eine neue Waschmaschine zulegen möchten, sollte immer einige wichtige Kaufkriterien beachten. Zunächst steht die Entscheidung an, welche Größe die Maschine haben soll. Während eine kleine Waschmaschine eher für Singles und Paare geeignet ist, sollten Familien ein größeres Modell in Betracht ziehen. Manche benötigen jedoch auch eine schmale Waschmaschine, da sie nur wenig Stellfläche haben.

Machen Sie die Maße am besten immer abhängig von dem Platz, den Sie zur Verfügung haben!

Die meisten Waschmaschinen, die auf dem Markt angeboten werden, sind Trommelwaschmaschinen. Die Trommel dreht sich dabei stets um die horizontale Achse. Bei diesem Modelltyp können Sie jedoch zwischen einem Toplader und einem Frontlader wählen. Während Sie die Wäsche bei einem Toplader von oben einfüllen, ist die Tür bei einem Frontlader an der Vorderseite. Zudem stellt sich die Frage, ob das Gerät frei stehen oder in einen Schrank eingebaut werden soll. Unterbau-Geräte gibt es nur als Frontlader.

Waschmaschinen: B-Ware

Wenn Sie Kosten sparen möchten, können Sie auch auf B-Ware zurückgreifen. Bei diesen Artikeln handelt es sich häufig um Ausstellungsstücke mit satten Rabatten.

Außerdem sollten Sie unbedingt auf die Energieeffizienzklasse achten. Der Strom- und Wasserverbrauch kann zwischen den einzelnen Herstellern und Modellen stark variieren. Die höchste Energieeffizienzklasse ist mittlerweile A+++.

Auf dem Energielabel der einzelnen Geräte finden Sie alle wichtigen Angaben in Bezug auf den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Schleuderwirkungsklasse.

Sparsame Waschmaschinen benötigen bei einer Waschladung von 6 kg circa 0,6 kWh Strom und knapp 40 Liter Wasser.

2. Die Waschmaschine transportieren und anschließen

Handwäsche Waschmaschine

Eine Waschmaschine sollten Sie immer stehend transportieren.

Wenn Sie eine neue Waschmaschine kaufen, kann es hin und wieder vorkommen, dass Sie diese selbst nach Hause transportieren müssen. Gleiches gilt natürlich für einen Umzug, bei dem Sie das Gerät von der einen Wohnung zur anderen befördern müssen.

Eine Waschmaschine ist relativ schwer und vor allem sehr unhandlich, was die Beförderung zu einer echten Prozedur machen kann. Transportieren Sie das Gerät am besten immer nur zu zweit. Legen Sie sich vorher Handschuhe an, um Verletzungen zu vermeiden und einen besseren Griff zu haben.

Folgende Vorbereitungen sind außerdem bei einem Umzug zu treffen:

  • Waschmaschine abschließen (Wasserhahn zudrehen, Stromkabel aus der Steckdose ziehen, Schläuche abklemmen)
  • Waschmaschinentür schließen
  • Restwasser aus der Maschine lassen

Im Anschluss geht es an den Transport. Da eine Waschmaschine nur stehend in Bewegung gesetzt werden darf, bietet sich eine Sackkarre an. Um das Gehäuse und die Elektronik zu schützen, sollten Sie das Gerät unbedingt mit einem Karton, einer Decke oder ähnlichem abdecken. Haben Sie eine neue Waschmaschine im Fachhandel gekauft, verfügt das Paket immer über eine Transportsicherung.

Achtung: Wenn Sie das Gerät liegend transportieren, kann es sein, dass die frei schwingende Trommel gegen die Innenwand schlägt und diese beschädigt!

Um die Waschmaschine anzuschließen, benötigen Sie:

  • einen Stromanschluss
  • einen Zulaufschlauch
  • ein Siphon
  • einen Ablaufschlauch

Zunächst bringen Sie den Ablaufschlauch an. Wenn die Wohnung oder das Haus über einen Abwasseranschluss verfügt, können Sie den Schlauch einfach dort anbringen. Ansonsten können Sie das Abwasser in die Badewanne oder das Waschbecken laufen lassen. Der Zulaufschlauch wird daraufhin an einen Wasserhahn angeschlossen. Ein eingebauter Wasserstop sorgt dafür, dass Sie vor Wasserschäden geschützt werden. Abschließend stecken Sie das Stromkabel in die Netzsteckdose.

Wenn Sie das Anschließen nicht selbst übernehmen wollen, können Sie das Gerät selbstverständlich von einem Installateur anschließen lassen.

3. Die Waschmaschine richtig benutzen

Eine Waschmaschine richtig zu benutzen, ist wahrlich kein Hexenwerk. Die meisten Geräte sind sehr benutzerfreundlich. Damit die Wäsche sauber wird und keinen Schaden nimmt, müssen Sie jedoch einige Grundregeln beachten.

In den folgenden Kapiteln erklären wir Ihnen zunächst, wie Sie die Wäsche vorsortieren. Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Waschmittel auf und geben Ihnen eine Anleitung, wie Sie dieses richtig einfüllen. Abschließend bekommen Sie einen kleinen Überblick über die verschiedenen Waschprogramme.

3.1. Die Wäsche trennen

richtig befüllen

Trennen Sie Ihre Wäsche nach Farben und Stoffarten!

Bevor es ans Waschen geht, sollten Sie sich zunächst die Etiketten der einzelnen Textilien anschauen. Diese geben Aufschluss darüber, wie das Kleidungsstück gewaschen werden darf. Legen Sie die Teile zusammen, die der gleichen Textilart angehören und bei der gleichen Temperatur gewaschen werden dürfen.

Um Verfärbungen zu vermeiden, sollten Sie die Wäsche stets nach Farben sortieren. Legen Sie dazu alle dunklen, bunten und hellen Farben zusammen. Die Farbverteilung sieht wie folgt aus:

  • dunkle Farben: schwarz, blau, grau, dunkelgrün, dunkelrot
  • bunte Farben: rot, orange, rosa, violett
  • helle Farben: weiß, pastellfarben

Während eine Temperatur von 30 bis 40° für die meisten Textilien ausreicht, sollten Sie Bettwäsche, Handtücher und Unterwäsche bei mindestens 60° waschen, damit Bakterien und Keime abgetötet werden können. Im Krankheitsfall können Sie die Textilien auch mal bei 95 Grad waschen, um sie vollständig zu desinfizieren.

3.2. Waschmittel einfüllen

Waschmaschine Ratgeber

Mit Hilfe von Waschmitteln kann die Wäsche optimal gereinigt werden.

Neben Wasser wird für das Waschen von Wäsche Waschmittel benötigt. Durch dieses können Flecken entfernt werden. Es sorgt jedoch auch dafür, dass die Textilien ihre Farbe behalten, nicht vergilben und nach der Wäsche gut riechen.

Sie können Waschmittel in Form von Tabs, als Pulver oder als Flüssigwaschmittel erwerben. Ein Vollwaschmittel besteht in der Regel aus folgenden Komponenten:

  • Tenside
  • Enzyme
  • Bleichmittel
  • Optische Aufheller
  • Wasserenthärter
  • Duftstoffe
  • Stellmittel

Wie viel Waschmittel Sie verwenden sollten, hängt von der Stärke der Verschmutzung und dem Härtegrad ab. Auf den Verpackungen finden Sie in der Regel Angaben, die Ihnen die Dosierung erleichtern.

Je härter das Wasser in Ihrer Region ist, desto mehr Waschmittel müssen Sie verwenden, um das Wasser weicher zu machen.

Um den verschiedenen Farben und Materialien gerecht zu werden, gibt es verschiedene Arten von Waschmitteln. Dazu zählen:

  • Vollwaschmittel
  • Colorwaschmittel
  • Waschmittel für schwarze Textilien
  • Feinwaschmittel
  • Waschmittel für Wolle und Seide
  • Waschmittel für Sport- und Funktionswäsche
  • Desinfektionswaschmittel

Bei den meisten Waschmitteln verrät der Name schon, für welche Textilien sie geeignet sind. Da Vollwaschmittel Bleichmittel enthält, ist es für farbige Wäsche nicht geeignet. Benutzen Sie daher am besten Colorwaschmittel, welches das Verfärben der Wäsche verhindert.

Bei einem Test von Stiftung Warentest heraus, dass schwarzes Waschmittel in etwa die gleichen Inhaltsstoffe wie normales Colorwaschmittel enthält. Das bedeutet, dass Sie auf den Kauf dieses speziellen Mittels getrost verzichten können.

Haben Sie sich für ein Waschmittel entschieden, können Sie dieses in die Maschine geben. Alle Geräte verfügen dazu über ein spezielles Waschmittelfach. Diese Vorgehensweise gilt jedoch meist nur für Flüssigwaschmittel und Pulver. Tabs werden hingegen meistens direkt mit der Wäsche in die Trommel gegeben.

Zu den neuen Trends zählt eine Waschkugel. Mit Hilfe dieser Kugeln kann enorm viel Waschmittel gespart werden. In manchen Fällen muss sogar gar kein Mittel hinzugegeben werden. Durch enthaltene Ionen kann der Schmutz aus der Wäsche entfernt werden. Duft-Extrakte sorgen zudem für eine angenehme Frische.

3.3. Ein Waschprogramm auswählen

Bei einer Waschmaschine muss immer ein Waschprogramm eingestellt werden. Ein Programm besteht grundsätzlich aus Waschen, Spülen und Schleudern. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Programme in Bezug auf die Schleuderzahl, die Waschtemperatur und die Laufzeit.

Folgende Programme gibt es bei allen gängigen Maschinen:

Programm Temperatur geeignet für
Koch- und Buntwäsche 60 oder 95 Grad Bettwäsche, Handtücher, Unterwäsche, strapazierfähige Baumwolle, Leinen
Pflegeleicht 30-60° T-Shirts, Blusen, Hemden, Pullover, Jeans
Feinwäsche maximal 40° Kleider, Röcke, feine Wäsche
Wollwaschprogramm maximal 30° Textilien aus Wollle

Natürlich gibt es bei den modernen Waschmaschinen viele weitere Waschprogramme. So zum Beispiel Kurzprogramme, Sparprogramme oder spezielle Einstellungen für verschiedene Textilarten. Bei starken Verschmutzungen können Sie eine Vorwäsche einstellen.

Generell sollten Sie darauf achten, empfindliche Textilien bei niedriger Temperatur und mit einer geringen Schleuderzahl zu waschen. So schonen Sie das Gewebe und können vermeiden, dass es zu Beschädigungen kommt.

Tipp: Mit Hilfe der Startzeitvorwahl können Sie bereits vorab programmieren, wann die Waschmaschine laufen soll.

4. Das Gerät pflegen und Probleme beheben

Gummi reinigen

An den Gummidichtungen setzen sich Keime und Bakterien fest.

Waschmaschinen müssen Sie regelmäßig pflegen und reinigen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Wäsche strahlend sauber wird und die Maschine keinen Schaden nimmt. Dazu gehört, dass Sie regelmäßig das Flusensieb säubern und sowohl das Gehäuse als auch die Trommel reinigen. Besonders bei hartem Wasser ist es wichtig, dass Sie die Waschmaschine entkalken. Ein geeignetes Hausmittel ist dabei Zitronensäure.

Ein sehr häufig vorkommendes Problem ist, dass die Wäsche nach dem Waschgang einen unangenehmen Geruch aufweist. Die Gründe für den Gestank sind sehr vielseitig. Zum einen kann es sein, dass sich Bakterien und Keime an den Gummidichtungen abgesetzt haben. In diesem Fall ist es wichtig, dass sie regelmäßig einen Leerwaschgang bei 95° durchführen.

Ein weiterer Grund für den Geruch kann die Verschmutzung des Waschmittelfachs sein. In diesem Fall können Sie das Fach gründlich mit Essig reinigen.

Aber auch abgestandenes Wasser kann zu einer unangenehmen Geruchsbildung führen. Pumpt die Waschmaschine nicht ab, sammelt sich das Wasser am Boden. Eine defekte Ablaufpumpe lassen Sie am besten von einem Fachmann reparieren.

Haben Sie noch Garantie auf das Gerät, übernimmt der Hersteller in der Regel die Kosten für die Reparatur. Dies müssen Sie jedoch immer vorab klären.

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