Backofen reinigen: So wird ihr Backofen glänzend sauber

Backofen und Hand mit Handschuh und Schwamm
  • Sie können den Backofen mit Hausmitteln oder speziellen Reinigern sauber machen.
  • Die Reinigungsmittel brauchen alle eine gewisse Einwirkzeit.
  • Am komfortabelsten sind Öfen mit Selbstreinigung.

Hin und wieder müssen Sie den Backofen reinigen, denn schnell bleiben im stressigen Alltag Fettspritzer auf der Scheibe oder an den Seiten des Ofens unbemerkt und brennen sich bei der nächsten Nutzung ein. Es gibt mehrere mögliche Wege, den Backofen wieder blitzsauber zu bekommen. Welcher im individuellen Fall der richtige ist, hängt vom Schweregrad der Verschmutzung und von der Art des Backofens ab. In diesem Artikel erfahren Sie, auf welche Weisen Sie den Backofen reinigen können und welche Hausmittel helfen.

1. Reinigung braucht Zeit

backofen eingeschäumt lappen

Anstrengendes Schrubben hilft nicht weiter – die Reinigungsmittel müssen einwirken.

Es gibt viele Tricks, mit denen die Reinigung des Backofens für Sie nicht zu anstrengend wird. Sie sollten aber grundsätzlich genügend Zeit einplanen:  Sowohl industriell hergestellte Backofenreiniger wie auch Hausmittel brauchen Zeit, um einzuwirken und die Flecken zu lösen. Rechnen Sie mindestens eine halbe Stunde ein – bei hartnäckigen Verschmutzungen sollten die Mittel idealerweise über Nacht einwirken.

2. Backofen reinigen mit Hausmitteln

Es gibt zahlreiche Hausmittel, mit denen Sie Ihren Einbaubackofen reinigen können. Sie sind häufig schon im Haushalt vorhanden und schonen sowohl die Umwelt, als auch den Geldbeutel. Besonders gut eignen sie sich bei weniger starken Verschmutzungen, die noch nicht lange eingebrannt sind.

2.1. Backpulver wirkt am besten

Mischen Sie je nach Größe der zu reinigenden Stellen ein bis drei Tütchen Backpulver mit etwas Wasser. Die Konsistenz der entstehenden Masse sollte cremig sein. Tragen Sie sie auf die Flecken auf und lassen Sie sie für mindestens eine halbe Stunde einwirken. Das Backpulver zersetzt den verkrusteten Schmutz und trocknet nach rund 20 Minuten ein. So können Sie es einfach nach der Einwirkzeit wegwischen und bei Bedarf danach die Flecken noch mit warmem Wasser und Spülmittel abschrubben.

Wie Sie Backpulver mit anderen Hausmitteln kombinieren können, sehen Sie in diesem Video:

2.2. Natron wirkt gut zusammen mit Salz

Mischen Sie Natron und Salz zu gleichen Teilen und streuen Sie das Pulver auf die Flecken im Backofen. Mittels Sprühflasche befeuchten Sie die Mischung mit Wasser. Lassen Sie sie nun mindestens eine halbe Stunde, bei hartnäckiger Verschmutzung auch länger, einwirken. Danach können Sie es samt dem Schmutz mit einem feuchten Lappen entfernen.

Tipp: Sie können auch mit Salz allein Ihren Backofen reinigen: Geben Sie es auf die Flecken und stellen Sie den Ofen auf 50 Grad. Wird das Salz braun, schalten Sie den Ofen aus und entfernen Salz und Schmutz nach dem Abkühlen.

2.3. Soda eignet sich für die Reinigung der Seiten

frau mit sprühflasche vor ofen

Mit Soda und Wasser in einer Sprühflasche können Sie die Seiten in Ihrem Backofen reinigen.

Möchten Sie die Seiten des Backofens putzen, sind Backpulver, Salz und Natron nicht geeignet. Geben Sie stattdessen etwas Waschsoda zusammen mit Wasser in eine Sprühflasche und schütteln Sie die Mischung. Es entsteht eine Lauge, die altes Fett angreifen und auflösen kann. Sprühen Sie die Lauge großzügig auf alle Stellen, die Sie reinigen möchten. Warten Sie mindestens eine Viertelstunde, ehe Sie den Ofen feucht auswischen.

2.4. Essig oder Zitrone wirken gegen Gerüche

Dünnere Schmutzschichten und unangenehme Gerüche entfernen Sie aus Ihrem Backofen, indem Sie Essig oder Zitrone einsetzen. Mischen Sie den Essig oder den Saft von zwei bis drei Zitronen in einer ofenfesten Schüssel mit Wasser. Heizen Sie den Herd auf 150 Grad vor und stellen Sie die Schüssel hinein. Der entstehende Wasserdampf setzt sich zusammen mit dem Essig oder der Zitronensäure überall im Herd ab. Nach einer Dreiviertelstunde schalten Sie den Herd aus und lassen ihn abkühlen. Entfernen Sie die Schüssel und wischen Sie das Innere des Ofens feucht aus.

Tipp: Sie können für diese Form der Säuberung auch zu Apfelessig greifen – er riecht etwas angenehmer als normaler Essig.

2.5. Rasierschaum gegen Flecken

Für diesen Tipp müssen Sie nur kurz im Badezimmer stöbern: Geben Sie etwas Rasierschaum auf die Flecken in Ihrem Backofen und lassen Sie ihn einwirken. Danach wischen Sie ihn und den gelösten Schmutz einfach mit einem feuchten Tuch ab. Das funktioniert recht gut, ist aber weniger umweltschonend als die anderen Hausmittel.

2.6. Cola reinigt das Backblech

cola wird in glas geschüttet

Mit abgestandener Cola können Sie ganz einfach Backbleche säubern.

Nach der letzten Pizza haben Sie das Blech vergessen zu reinigen? Das ist kein Problem: Füllen Sie es einfach mit Cola, die am besten schon leicht abgestanden ist. Die zuckerhaltige Limonade löst selbst hartnäckige Verschmutzungen und hinterlässt das Blech blitzend sauber. Dafür braucht sie aber einige Stunden – über Nacht zum Beispiel kann sie gut einwirken. Danach ist es wichtig, das Blech sorgfältig vom Zucker der Limonade zu reinigen!

3. Backofenreiniger hilft gegen hartnäckige Verschmutzungen

Haben Ihre Versuche mit den Hausmitteln nicht die passenden Ergebnisse erbracht, waren die Verschmutzungen wohl schon zu stark eingebrannt. In diesem Fall hilft ein Backofenreiniger zuverlässig weiter. Sie benutzen ihn nach der Anleitung auf der Flasche – in den meisten Fällen sprühen oder pinseln Sie ihn auf die Flecken und erwärmen den Ofen für einen gewissen Zeitraum. Im Backofenreiniger-Test bekommen Sie Reiniger vieler Marken wie Amway, AEG, Bref oder Prowin angeboten. Bei der Entscheidung für einen Backofenreiniger können Sie sich auf die Bewertungen und Erfahrungen der anderen Nutzer verlassen.

Tipp: Gegen hartnäckige Flecken aus altem Fett helfen laut Backofenreiniger-Test am besten solche Reiniger, die auch zum Säubern eines Grills benutzt werden können.

4. Selbstreinigende Backöfen machen kaum Arbeit

sauberer ofen mit licht

Selbstreinigende Backöfen machen anstrengendes Putzen überflüssig.

Ein Standgerät oder ein Einbaubackofen mit Selbstreinigung säubert sich je nach verwendeter Technik automatisch während des Backens oder mittels eines Reinigungsprogramms. Es gibt drei verschiedene Arten:

  • Die katalytische Selbstreinigung funktioniert mittels einer sehr glatten Beschichtung mit Metalloxiden, die Fett in Wasser und Kohlendioxid aufspalten. Sie brauchen den Ofen nach der Benutzung nur kurz auszuwischen.
  • Bei der pyrolytischen Selbstreinigung werden die Verschmutzungen im Reinigungsprogramm bei 500 Grad Celsius zu Asche verbrannt.
  • Für die hydrolytische Selbstreinigung geben Sie etwas Wasser mit Spülmittel auf den Boden des Backofens und schalten das Reinigungsprogramm ein.

Aufwendiges Schrubben entfällt, wenn der Backofen sich selbst reinigt. Allerdings muss bei den Geräten mit Katalyse nach einigen Jahren die Beschichtung erneuert werden. Die anderen beiden Reinigungsprogramme verbrauchen relativ viel Strom und blockieren für mehrere Stunden den Ofen: Sie können ihn während der Reinigung nicht nutzen. Es lohnt sich also, vor der Anschaffung die Vor- und Nachteile der selbstreinigenden Backöfen abzuwägen.

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