Parkett pflegen: Wie Ihr Parkett wie neu bleibt

Holzboden halb geölt
  • Wenn Sie Ihr Parkett sorgfältig pflegen, haben Sie lange Freude daran.
  • Welches Parkettpflegemittel sich eignet, hängt von der Art des Holzbodens ab.
  • Auf viele gängige Reinigungsmittel sollten Sie beim Putzen von Parkettböden verzichten.

Der Parkettboden erfreut sich wachsender Beliebtheit – das natürliche Material wirkt gemütlich und edel zugleich. Wie jeden anderen Holzboden auch sollten Sie Ihr Parkett pflegen, damit es gut aussieht. Worauf Sie dabei achten müssen, welche Mittel sich dafür eignen und auf welche Sie unbedingt verzichten sollten, erfahren Sie hier.

1. Vor der Pflege steht die Reinigung

wischer auf parkett

Ehe Sie das Parkett pflegen, sollten Sie es sorgfältig mit sanften Mitteln reinigen.

Ehe Sie sich um die Pflege kümmern können, sollten Sie Ihr Parkett reinigen. Dabei gehen Sie bei versiegeltem und geöltem Parkett gleich vor:

  • Säubern Sie den Boden täglich mit einem weichen Besen von Staub, Sand und anderem Schmutz, damit beim Wischen keine Kratzer entstehen.
  • Fahren Sie im nächsten Schritt mit einem Baumwollmopp über den Holzboden – er nimmt auch feine Schmutzpartikel auf.
  • Etwa einmal die Woche können Sie den Boden wischen, wobei Sie ein stark ausgewrungenes Baumwolltuch benutzen sollten.

Einen speziellen Parkettreiniger brauchen Sie nicht. Müssen Sie Flecken entfernen, können Sie dem Putzwasser verschiedene Mittel zusetzen. Welches sich eignet, hängt von der Art Ihres Parketts ab.

1.1. So können Sie den versiegelten Parkettboden reinigen

Finden Sie Flecken auf versiegeltem Parkett, die sich nicht mit einem feuchten Tuch entfernen lassen, können Sie dem Wasser verschiedene Hausmittel zusetzen, etwa:

  • Essig
  • Salmiakgeist
  • Spiritus
  • Terpentin

Gehen Sie sparsam damit um! Ein Spritzer genügt schon. Wischen Sie noch einmal mit einem feuchten Tuch ohne Zusatzmittel nach, wenn die Flecken entfernt sind.

Tipp: Sie können auch einen Staubsauger mit weicher Bürste verwenden, wenn Sie versiegeltes Parkett reinigen möchten. Allerdings verursacht er leichter Kratzer.

1.2.Vorsicht, wenn Sie geöltes Parkett reinigen!

hände wringen lappen aus

Wringen Sie das Tuch sehr stark aus, mit dem Sie das geölte Parkett reinigen möchten, damit das Holz nicht aufquillt.

Geöltes Parkett ist empfindlicher als versiegeltes. Hier sollten Sie besonders aufpassen, dass Sie die Oberfläche nicht zerkratzt. Auch wenn der eine oder andere Ratgeber das Gegenteil behauptet: Ein Mikrofasertuch eignet sich nicht dafür. Stattdessen verwenden Sie ein weiches Baumwolltuch und wringen es sehr stark aus: Ohne die Versiegelung neigt das Holz bei Berührung mit Wasser noch mehr zum Aufquellen, ähnlich wie Landhausdielen.

Wenn es hier Flecken zu entfernen gilt, verzichten Sie besser auf die Hausmittel, die beim versiegelten Parkett wirken. Stattdessen finden Sie in Drogerien wie etwa dm relativ günstige Parkettreiniger. Diese sind speziell auf die Bedürfnisse des Holzbodens zugeschnitten.

2. Für Parkett ist Pflege besonders wichtig

Das Holz des Parketts kann sich im Laufe der Zeit abnutzen, es bekommt Kratzer und stumpfe Stellen. Sie müssen es ebenso wie einen schönen, alten Dielenboden pflegen. Auch hier hängt die Vorgehensweise davon ab, ob Ihr Parkett versiegelt oder geölt ist.

2.1. Versiegeltes Parkett pflegen Sie nach einfachen Regeln

frau liest verpackungsaufdrucke

Wie genau Sie mit dem speziellen Mittel Ihr Parkett pflegen, steht auf der Verpackung.

Vermissen Sie bei ihrem Parkett den Glanz, den es am Anfang noch zeigte, können Sie zu einem einfachen Hausmittel greifen: Verwenden Sie statt Wasser zum Wischen kalten Schwarztee. Er kann das Parkett auffrischen und wieder zum Glänzen bringen.

Zusätzlich sollten Sie mindestens einmal alle sechs Monate ein Parkettpflegemittel verwenden. Sie finden diese Mittel in der Drogerie und in großen Supermärkten oder im Fachhandel. Wie genau sie angewendet werden sollten, steht auf der Packung. Die Anschaffung reißt kein tiefes Loch in Ihre Tasche, da die Pflegemittel nur wenige Euro kosten. Dafür schützen sie den Boden aber recht zuverlässig.

2.2. Darum braucht geöltes Parkett Pflege individueller Natur

pinsel auf parkett

Indem Sie das Parkett ölen, verbessern Sie seinen Schutz und bereiten es auf das Wachs vor.

Ist Ihr Parkett oder Boden aus Landhausdielen nicht versiegelt, kommt es bei der Wahl der Pflegemittel auf das verwendete Holz an: Eiche braucht anderes Pflegeöl als Birke oder Buche. Sind Sie unsicher, lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten. Tipps wie etwa die Reinigung mit Olivenöl, ignorieren Sie am besten: Dadurch verfärbt sich der Boden unregelmäßig und wirkt schmuddelig.

Orientieren Sie sich an den Packungshinweisen, wenn Sie Ihr Parkett ölen. Es kann leicht passieren, dass Sie zu viel Öl verwenden. Dies sollten Sie dann mit einem trockenen, reinen Tuch aufwischen. Nach dem Ölen sollten Sie das Parkett wachsen. So erhält die Oberfläche eine dünne Schutzschicht, die Schmutz abweist und nicht so leicht Kratzer entstehen lässt. Je nachdem, wie viel Sie den entsprechenden Raum nutzen, steht diese Aufgabe etwa zweimal im Jahr an.

3. So können Sie Kratzer entfernen

Bei eher oberflächlichen Kratzern im lackierten Parkett können Sie die Stelle polieren. Achten Sie nur darauf, dass die Möbelpolitur keine Mineralölderivate oder Silikonöl enthält. Kratzer von mittlerer Tiefe können Sie mit Reparaturkitts schließen. Sind die Kratzer zu tief, bleibt allerdings nur das Schleifen und erneute Versiegeln. Diese Arbeit überlassen Sie am besten Fachleuten, da Laien mit den Schleifmaschinen sehr leicht den Boden ruinieren können – und das wird deutlich teurer, als die Handwerker zu bezahlen.

Bei geölten Böden können Sie die Kratzer ebenfalls selbst ausbessern: Im Fachhandel gibt es dafür Holzkitts in verschiedenen Farben und einige Werkzeuge in praktischen Sets, mit denen Sie die Kratzer einfach auffüllen können. Das erfordert ein bisschen Geschick, aber die Anleitungen sind sehr genau. In diesem Video sehen Sie, wie diese Arbeit aussehen kann, die ein bisschen Geduld erfordert:

4. Tipps für die Parkett-Pflege im Alltag

Wenn Sie mit aller Sorgfalt Ihr Parkett pflegen möchten, sind die bisherigen Maßnahmen nicht genug. Eine große Rolle spielt auch das Klima im Haus. Ideal für den Parkettboden sind Temperaturen von 19 bis 23 Grad und eine Luftfeuchtigkeit, die zwischen 50 und 65 Prozent liegt. Ist die Luft trockener, kann das Holz austrocknen und sich zusammenziehen: Es entstehen Fugen.

Hier sind noch einige Putzmittel und -geräte, auf die Sie bei der Behandlung des Parketts verzichten sollten:

  • Bürsten
  • Schwämme
  • Mikrofasertücher
  • Staubsauger mit harten Plastikrollen
  • Scheuermilch
  • Chlorhaltige oder andere sehr scharfe Reiniger
  • Dampfreiniger
füße in socken auf parkett

Wenn Sie Ihre Schuhe ausziehen, schonen Sie Ihr Parkett und bringen keinen Schmutz in die Wohnung.

Achten Sie darauf, den Boden nicht mit schmalen Absätzen zu betreten – ideal ist es, die Schuhe direkt an der Tür auszuziehen. Ein größerer Fußabtreter oder Läufer vor der Eingangstür sorgt dafür, dass nicht zu viel Dreck in die Wohnung getragen wird. Entstehen dunkle Streifen durch den Abrieb von Schuhsohlen, entfernen Sie diese ganz einfach mit einem Radiergummi.

Damit Sie den Parkettboden reinigen können ohne Zusätze ins Putzwasser geben zu müssen, sollten Sie dafür sorgen, dass Flecken gar nicht erst entstehen. Wischen Sie sofort Flüssigkeiten oder Essensreste auf, die auf den Boden tropfen oder fallen. So kann nichts antrocknen oder festkleben, und das Holz quillt an der Stelle auch nicht auf.

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Ein Gedanke zu „Parkett pflegen: Wie Ihr Parkett wie neu bleibt

  1. Neeltje Forkenbrock

    Leider weist mein Parkettboden starke Laufspuren auf. Die Tipps mit Terpentin und Essig habe ich schon probiert. Ich befürchte, dass mir nichts weiter übrig bleibt, als den Parkettboden schleifen zu lassen. Damit ich wieder einen Zustand erreiche, mit dem ich arbeiten kann.

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