Wie benutze ich einen Trockner richtig? In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen alles über Ihren Wäschetrockner

Trockner-Ratgeber
  • Ein Trockner trocknet Textilien, indem er warme Luft hinzufügt. Auf dem Markt gibt es derzeit Ablufttrockner, Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner. Während die Anschaffungskosten für Abluft- und Kondenstrockner geringer sind, ist ein Wärmepumpentrockner enorm energiesparend.
  • Je nach Textilart können Sie verschiedene Programme einstellen. So können Sie gleichzeitig das Gewebe schonen und Strom sparen. Die verschiedenen Programme unterscheiden sich bezüglich der Umdrehungszahl, der Laufzeit und der Temperatur.
  • Damit Ihr Gerät eine hohe Lebensdauer hat, müssen Sie regelmäßig Maßnahmen zur Maschinenpflege ergreifen. Wichtig ist vor allem das regelmäßige Säubern der Siebe und der Trommel.

Ein Wäschetrockner ist aus vielen Haushalten gar nicht mehr wegzudenken. Laut Statistik besitzen im Jahr 2017 etwa 42% der privaten Haushalte einen Trockner. Aber wie funktioniert ein Wäschetrockner eigentlich? Welche Unterschiede gibt es und welche Wäsche darf in den Trockner gegeben werden?

In unserem Ratgeber informieren wir Sie umfassend rund um das Thema Wäschetrockner. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Trocknerarten vor und klären Sie darüber auf, wie heiß ein Trockner wird und wie viel Strom er im Schnitt verbraucht. Außerdem erklären wir Ihnen, welche Wäsche in den Trockner darf und was Sie unbedingt vermeiden sollten.

1. Ein Wäschetrockner trocknet Textilien durch die Zufuhr von warmer Luft

transportieren

Wärmepumpen sind auch als Heizung sehr beliebt.

Ein Wäschetrockner ist sehr beliebt, da sich die Wäsche durch diesen schnell und einfach trocknen lässt. Die Wäsche muss nicht mühselig auf eine Wäscheleine gehängt werden, sondern kann ganz unkompliziert in den Trockner geworfen werden. Ein weiterer Vorteil zur natürlichen Trocknung ist, dass die Textilien schon nach kurzer Zeit trocken sind und getragen oder genutzt werden können.

Beim Kauf eines Trockners gibt es viele verschiedene Aspekte zu beachten. Welche Trocknerart soll es sein und wie groß darf er sein? Zudem spielt die Energieeffizienz und der Preis eine wichtige Rolle. Damit Sie einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Modelle bekommen, haben wir im Folgenden einige wichtige Fakten für Sie zusammengestellt.

1.1. Die verschiedenen Trocknerarten

Grundsätzlich haben alle Trockner das gleiche Ziel: das Wasser mechanisch aus den Textilien entfernen. Allerdings gibt es bei den verschiedenen Trocknerarten erhebliche Unterschiede in der Funktionsweise.

Wir zeigen Ihnen in der folgenden Tabelle auf, wie Kondenstrockner, Ablufttrockner und Wärmepumpentrockner funktionieren.

Trocknerart Funktionsweise
Kondenstrockner
  • Luft befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf
  • trockene, warme Luft nimmt Feuchte der Wäsche auf
  • Kondenswasser sammelt sich in einem Behälter
  • etwas höhere Anschaffungskosten als beim Ablufttrockner
  • bessere Energieeffizienz
  • besonders für Singles geeignet
Ablufttrockner
  • gehört zu den ältesten Trocknergeräten
  • braucht einen Anschluss nach draußen
  • mit Abluftschlauch, der die feuchte Luft ins Freie befördert
  • günstig in der Anschaffung
  • allerdings hohe Energiekosten
  • geeignet für Personen, die im Keller Wäsche- oder Trockenräume haben
Wärmepumpentrockner
  • modernste Trockner auf dem Markt
  • ähnliche Bauweise wie ein Kondenstrockner
  • heiße Luft gelangt in die Trommel und entzieht der Wäsche die Feuchtigkeit
  • die feuchte Luft wird in der Wärmepumpe abgekühlt
  • die entstandene Energie wird gesammelt und gespeichert
  • hohe Anschaffungskosten
  • energiesparend durch den Einsatz der Wärmepumpe

1.2. Alternative: Waschtrockner

Fassungsvermögen

Waschtrockner sind sehr platzsparend.

Zusätzlich zu den unterschiedlichen drei Arten von Trocknern gibt es Geräte, die die Wäsche sowohl waschen als auch trocknen können. Diese Kombination wird als Waschtrockner bezeichnet. Die Geräte funktionieren im Prinzip wie Waschmaschinen, nur mit einer zusätzlichen Trocknerfunktion. Sie sind sowohl als Toplader als auch als Frontlader erhältlich.

Der Großteil der Waschtrockner arbeitet nach dem Kondenstrockner-Prinzip. Das bedeutet, dass der Waschtrockner ohne Schlauch und auch häufig ohne Flusensieb auskommt. Sie können ihn einfach an das Abwasser anschließen. So kann auch das Kondensationswasser direkt abfließen, sodass es nicht in einem Behälter gesammelt werden muss.

Wir zeigen Ihnen nun die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Waschtrockners auf:

  • spart Platz, da Sie nur ein Gerät benötigen
  • bei geringer Ladung kann die Wäsche ohne Pause gewaschen und getrocknet werden
  • bei einer vollen Waschladung sind in der Regel zwei Trockengänge nötig
  • hat das Gerät einen Defekt, können Sie weder waschen noch trocknen
  • höherer Strom- und Wasserverbrauch

1.3. Der Stromverbrauch von verschiedenen Geräten

Tipps und Tricks

Die Stromkosten für Wärmepumpentrockner sind deutlich geringer.

Beim Kauf eines neuen Trockners zählt nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Kosten, die durch den Einsatz des Gerätes entstehen. Daher sollten Sie sich immer die Gesamtkosten anschauen. Während Abluft- oder Kondenstrockner eher günstig in der Anschaffung ist, sind die Kosten für den Stromverbrauch tendenziell hoch.

Bei einem Wärmepumpentrockner ist es genau andersherum. Der Kaufpreis ist hoch, die Energieeffizienz ist jedoch deutlich besser als bei anderen Modellen.

Wie viel Strom ein Trockner genau verbraucht, hängt jedoch nicht nur mit der Art, sondern auch dem Alter zusammen. Heute haben viele Geräte die Energieklasse A+++, während die Geräte von vor zehn Jahren deutlich ineffizienter waren.

Je älter ein Gerät ist, desto höher ist in der Regel auch der Stromverbrauch.

Im Schnitt verbrauchen sparsame Modelle der Energieeffizienzklasse A+++ bei einem Fassungsvermögen von 7 kg jährlich etwa 180 kWh Strom, ein Gerät aus der Energieeffizienzklasse C hingegen etwa 480 kWh. Durch diese enormen Differenzen können die jährlichen Stromkosten sehr unterschiedlich ausfallen.

Sie können jedoch einige Maßnahmen ergreifen, um die Stromkosten für den Trockner möglichst gering zu halten.
Dazu zählen:

  • Die Trommel des Trockners voll beladen
  • Wäsche vorab in der Waschmaschine gut schleudern
  • Trockner regelmäßig reinigen
  • Eco- bzw. Energiesparmodus nutzen
  • passendes Programm auswählen

2. Den Trockner richtig benutzen

T-Shirt trocknergeeignet

Manche Wäschestücke sind nicht für den Trockner geeignet.

Die modernen Waschtrockner sind in der Regel sehr leicht zu bedienen. Mit dem praktischen Haushaltshelfer können Sie Ihre Wäsche innerhalb kürzester Zeit trocknen. So entfällt gleichzeitig das lästige Aufhängen auf eine Wäscheleine oder einen Wäscheständer. Denn gerade im Winter ist es häufig sehr kalt und feucht, sodass die Wäsche sehr lange braucht, bis sie trocken ist. Praktisch ist außerdem, dass die Geräte häufig mit einer Startzeitvorwahl ausgestattet sind.

Damit die Wäsche keinen Schaden nimmt und eine lange Lebensdauer hat, sollten Sie jedoch darauf achten, die einzelnen Kleidungsstücke richtig zu behandeln. Das bedeutet, dass Sie zunächst einmal nachschauen müssen, ob das Textil für eine Trocknung im Trockner geeignet ist. Achten Sie hierbei immer auf die Angaben des Herstellers.

2.1. Diese Textilien dürfen in den Trockner

Ob das Kleidungsstück in den Trockner darf oder nicht erkennen Sie an dem Trocknersymbol auf dem Etikett. Dieses ist häufig an der Seite oder am unteren Saum des Textils befestigt. Das Symbol für das Trocknen besteht aus einem Kreis in einem Quadrat. Befindet sich ein Punkt in der Mitte, sollten Sie auf eine schonende Trocknung achten. Zwei Punkte bedeuten, dass Sie das Textil auch bei höheren Temperaturen waschen dürfen.

Achtung: Ist das Trocknersymbol durchgestrichen, dürfen Sie das Kleidungsstück nicht zum Trocknen in den Trockner geben!

Generell dürfen folgende Textilien in den Wäschetrockner:

2.2. Das passende Programm auswählen

Unterschied Mischgewebe Baumwolle

Programme sind meist nach der Textilart benannt.

Moderne Trockner verfügen mittlerweile über viele verschiedene Programme. Mit der richtigen Auswahl können Sie eine Menge Stromkosten sparen. Außerdem können die einzelnen Textilien so optimal behandelt werden.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Optionen liegen in der Umdrehungszahl, der Laufzeit und der Temperatur. Diese Faktoren hängen maßgeblich damit zusammen, ob Sie beispielsweise das Programm pflegeleicht oder Baumwolle auswählen.

Die Temperaturen unterscheiden sich deutlich zwischen den verschiedenen Gerätebauarten. Ein Kondenstrockner trocknet bei etwa 85-110°, ein Kondenstrockner bei 100-125° und ein Wärmepumpentrockner bei nur etwa 45-60°. Aufgrund der niedrigen Gradzahl dauert der Trockengang bei diesen Geräten in der Regel etwa zwei bis drei Stunden.

Je höher die Temperatur ist, desto kürzer dauert die Trocknung!

Welches Programm sollte nun wofür verwendet werden?

Die Bezeichnung der Programme richtet sich in der Regel nach der Textilart. Zu den Standardprogrammen zählen:

Zusätzlich können Sie Ihre Wäsche auch einfach nur auffrischen. In diesem Programm wird nur Kaltluft hinzugefügt, sodass unangenehme Gerüche verschwinden. Wenn Sie möchten können Sie hierbei zusätzlich noch einen Duft hinzufügen.

Außerdem können Sie darüber bestimmen, wie trocken die Wäsche im Anschluss sein soll. Gängig sind folgende Einstellungen:

  • Bügeltrocken: Es ist noch etwas Restfeuchte in den Textilien vorhanden, sodass das Bügeln erleichtert wird.
  • Schranktrocken: Die Wäsche ist so trocken, dass Sie sie sofort in den Schrank räumen können. Eignet sich vor allem für bügelfreie Textilien.
  • Extra trocken: In der Wäsche befindet sich absolut keine Restfeuchte mehr. Das Programm sollten Sie jedoch aufgrund der hohen Verbrauchswerte sehr selten nutzen.

Bei der Befüllung der Maschine müssen Sie unbedingt auf die Gewichtsbeschränkung des Trockners achten. Wenn Sie das Gewicht überschreiten, kann das Gerät enormen Schaden nehmen. Außerdem kann so nicht mehr garantiert werden, dass die Wäsche trocken wird.

Trennen Sie auch hier die Wäschestücke! Wenn Sie weiße, bunte und schwarze Wäsche zusammen trocknen, kann es zu Verfärbungen kommen.

3. Pflege und Problembehebung

Unterschiede

Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer.

Trockner müssen wie andere Geräte regelmäßig gepflegt werden. Die Pflege ist zwar etwas zeitintensiv, kann sich in Bezug auf die Lebensdauer jedoch überaus lohnen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Gerätebauart es sich handelt.

Zunächst sollten Sie den Trockner von Zeit zu Zeit von Staub und Dreck befreien. Dies gilt sowohl für das Gehäuse als auch für den Innenraum. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie das Flusensieb nach jedem Trockengang von den Flusen befreien. Meist befindet es sich in der Nähe der Trocknertür.

Neben dem regelmäßigen Leeren des Kondensatbehälters ist auch die Reinigung sehr wichtig. Diese sollten Sie etwa drei bis viermal im Jahr vornehmen. Handelt es sich um einen Ablufttrockner, sollten Sie stattdessen den Schlauch säubern.

Auch wenn das Gerät noch so gut gepflegt wurde, kann es dennoch hin und wieder zu Störung kommen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen in einer kleinen Tabelle, wie Sie die gängigsten Fehler ganz einfach selbst beheben können.

Problem Beseitigung
Trockner trocknet nicht
  • Siebe und Filter reinigen
  • Trockner auskühlen lassen
  • Sicherungen austauschen
  • Heizelement erneuern (Fachmann)
Trockner quietscht
  • Keilriemen nachspannen oder austauschen
  • Kondensatorpumpe ölen
Wäsche riecht unangenehm/stinkt
  • Trockner gründlich reinigen
  • Waschmaschine bei hohen Temperaturen laufen lassen
Wäsche trotz schranktrocken noch feucht
  • weniger Wäsche in die Trommel geben
  • Fusselsieb reinigen

Es gibt natürlich noch viele weitere Probleme und Lösungsansätze, die in dieser Tabelle nicht aufgeführt sind. Schauen Sie bei Problemen am besten zunächst in die Bedienungsanleitung Ihres Trockners, da manche Probleme auch modellbezogen sind. Bei einigen Störungen oder Fehlermeldung ist es vonnöten, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

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