Waschmaschine leckt: Was können Sie tun?

Eine undichte Waschmaschine kann in Ihrem Zuhause ernsthafte Probleme verursachen. Mögliche Folgen sind Wasserpfützen auf dem Boden, beschädigte Fußböden oder sogar Kurzschlüsse. Um die Folgeschäden durch eine leckende Waschmaschine so gering wie möglich zu halten, ist ein schnelles Handeln sehr wichtig.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was Sie tun können, wenn Ihre Waschmaschine undicht ist. Dabei behandeln wir die Ursachen, die notwendigen Schritte und mögliche Lösungen. Besonderen Fokus legen wir auf Waschmaschinenreparaturen in Berlin.

1. Welche Ursachen kann ein Leck in der Waschmaschine verursachen?

Eine leckende Waschmaschine kann verschiedene Gründe haben. Bevor Sie handeln, ist es daher wichtig, die Ursache zu identifizieren. So vermeiden Sie es, das Problem zu verstärken oder weitere Schäden an der Waschmaschine zu verursachen.

1.1. Verstopfte oder beschädigte Schläuche

Zulauf- und Ablaufschläuche gehören zu den häufigsten Ursachen für Lecks. Ist der Ablaufschlauch verstopft, kommt es zu einem Rückstau des Wassers, wodurch dieses an den Dichtungen oder Anschlüssen austreten kann. In Großstädten wie Berlin ist das Wasser häufig sehr kalkhaltig. Dadurch können schnell Ablagerungen entstehen, welche Verstopfungen verursachen.

Sind verstopfte Schläuche die Ursache für die leckende Waschmaschine, können Sie den Schlauch von der Waschmaschine trennen und reinigen. Entfernen Sie dafür groben Schmutz und spülen Sie den Schlauch gründlich mithilfe von heißem Wasser und gegebenenfalls Natron. Sollte diese Maßnahme nicht helfen, die Verschmutzung zu stark sein oder tiefere Verstopfungen vorliegen, ist der Rat eines Fachmannes sinnvoll.

Hinweis: Überprüfen Sie die Schläuche außerdem auf Risse oder lose Verbindungen. Defekte Waschmaschinenschläuche zeigen sich oft durch feuchte Stellen unter dem Gerät.

1.2. Defekte Dichtungen und Gummiteile

Die Türdichtung oder Gummimanschetten der Waschmaschine altern mit der Zeit. Bei intensiver Nutzung oder durch Fremdkörper wie

  • BH-Bügel,
  • Münzen
  • oder Nägel,

die sich zwischen der Trommel und der Türmanschette verhaken, können sie einreißen, wodurch Lecks entstehen. Doch auch Schimmelbildung oder Verhärtungen in der Türdichtung können auf eine defekte Dichtung hinweisen. Besonders bei Frontlader-Modellen treten diese Probleme häufiger auf.

Die Reparatur kann zwar eigenständig durchgeführt werden, jedoch sind hierfür die passenden Ersatzteile für Ihren Maschinentyp essenziell. Auch das Vorgehen muss korrekt durchgeführt werden, damit keine weiteren Schäden entstehen. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Reparatur durch einen Fachmann.

Ein Handwerker prüft die Dichtung am Anschluss eines Waschmaschinenschlauchs.

Prüfen Sie zusätzlich die Schlauchdichtungen an den Anschlüssen am Wasserhahn sowie die Flusensiebdichtung. Wenn diese beschädigt sind, kann die Waschmaschine ebenfalls lecken.

1.3. Überladung oder Ungleichgewicht

Auch zu viel Wäsche oder eine ungleichmäßige Verteilung der Wäsche kann die Maschine aus dem Gleichgewicht bringen. Das kann zu starken Vibrationen führen, die potenziell Lecks mit sich ziehen können. Achten Sie darauf, die maximale Beladung nicht zu überschreiten, um Schäden durch eine unsachgemäße Verwendung der Waschmaschine zu verhindern.

Bei Koch- und Buntwäsche sollte die Maschine nur zu etwa 80 % gefüllt sein, sodass mindestens noch eine Hand zwischen Wäsche und Trommel passt. So kann sich die Wäsche beim Waschvorgang ausreichend in der Trommel bewegen, ohne dass eine zu starke Reibung an dieser entsteht. Auch die Ablagerung von Resten des Waschmittels in der Trommel und den Türdichtungen kann durch eine geringere Beladung vermieden werden.

Eine Frau hockt vor einer ausgelaufenen Waschmaschine und hält geschockt die Hände vor den Mund.

Eine übermäßige Schaumbildung durch zu viel Waschmittel kann ebenfalls dazu führen, dass der Schaum aus der Türdichtung austritt.

1.4. Probleme mit der Pumpe oder dem Ventil

Wenn Wasser aus Ihrer Waschmaschine austritt, könnten auch die Ablaufpumpe oder das Einlassventil defekt sein. Andere Ursachen könnten zudem ein defekter Druckschalter oder ein Leck im Inneren sein.

Da das Wasser in vielen Regionen und vor allem in Großstädten oft recht hart ist, treten diese Probleme häufig auf. Entstehende Kalkablagerungen können zu Verengungen im Schlauch oder in Ventilen führen und dafür sorgen, dass der Druckschalter den tatsächlichen Druck nicht mehr richtig erkennt. Dies kann Fehlfunktionen wie z. B. ein häufiges Ein- oder Ausschalten der Waschmaschine nach sich ziehen.

Hinweis: Durch das austretende Wasser können Böden, Möbel und Wohnungen, die sich unter der Waschmaschine befinden, beschädigt werden. Hausrat- und Haftpflichtversicherungen kommen jedoch meist nur dann für Schäden auf, wenn die Waschmaschine fachgerecht benutzt und regelmäßig gewartet wurde.

2. Welche Sofortmaßnahmen sollten Sie bei einer leckenden Waschmaschine vornehmen?

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Waschmaschine leckt, sollten Sie möglichst schnell handeln, um weitere Schäden zu minimieren. Führen Sie dabei die folgenden Schritte durch:

  • Strom abschalten: Schalten Sie zunächst am Sicherungskasten den Strom für den Bereich ab, in dem die Waschmaschine steht. Ziehen Sie anschließend den Stecker der Maschine, um Stromschläge zu vermeiden.
  • Wasserzufuhr stoppen: Drehen Sie den Wasserhahn zu, um den Austritt von weiterem Wasser zu verhindern.
  • Wasser entfernen: Wischen Sie den Boden trocken und entleeren Sie die Maschine manuell, falls möglich.
  • Ursache lokalisieren: Schauen Sie unter der Maschine und an den Schläuchen nach, um herauszufinden, wo sich das Problem befindet.

Ihre Sicherheit hat dabei höchste Priorität. Bringen Sie sich nicht in Gefahr, indem Sie vergessen, den Strom abzuschalten, auf ausgelaufenem Wasser ausrutschen oder unvorsichtig mit Werkzeug hantieren. 

Eine Frau mit einem Handschuh wischt Wasser vom Boden auf, welches aus der Waschmaschine ausgetreten ist.

Stellen Sie sicher, dass Sie das ausgetretene Wasser sorgfältig aufwischen, damit es nicht zu Schimmelbildungen oder einem beschädigten Boden kommt.

3. Wann sollte man einen Fachmann rufen?

Nicht jedes Problem lässt sich selbst lösen. Wenn die Waschmaschine leckt und Sie die Ursache nicht finden, können Sie die Hilfe von Fachpersonal in Anspruch nehmen. Vor allem wenn

  • das Leck groß ist und Wasser überall hinfließt,
  • die Maschine Geräusche macht oder stark vibriert,
  • oder es sich um ein älteres Modell handelt,

können gut ausgebildete Handwerker eher eine sichere und zuverlässige Lösung für Ihr Problem finden. Bei größeren Defekten lässt sich eine Waschmaschine selten selbst reparieren. Der Versuch, die Maschine eigenständig zu reparieren, verschlimmert das Problem oftmals sogar. Typische Fehler von Laien sind beispielsweise

  • falsche Teile zu verwenden,
  • elektrische Komponenten zu berühren, ohne vorher den Strom zu trennen,
  • oder Fehler bei der Montage des Geräts.

Die professionelle Hilfe von Dienstleistern wie der Waschmaschinen-Reparatur in Berlin ist in den meisten Fällen die hilfreichere Option, da das Wissen von Fachpersonal in diesem Bereich umfangreicher ist.

Hinweis: Wenn Sie nach einem Dienstleister suchen, achten Sie auf Bewertungen und Zertifikate. Gute Dienstleister geben Ihnen darüber hinaus oft auch Wartungsempfehlungen.

Ein Handwerker kniet vor einer Waschmaschine und überprüft das Flusensieb.

Die meisten Mechaniker reparieren Ihre Maschine vor Ort, sodass Sie diese nicht transportieren müssen.

Die Kosten für die Handwerker variieren, da sie von dem spezifischen Problem abhängen. Ein Schlauchaustausch kostet in der Regel inklusive Anfahrt 50 bis 100 Euro, eine Pumpe hingegen 150 bis 300 Euro.

Sollte eine Reparatur nicht mehr lohnenswert sein, kann der Neukauf einer energieeffizienten Waschmaschine auf lange Sicht Kosten sparen. Da dies jedoch eine größere Anschaffung ist, sollten Sie vorher sorgfältig abwägen, ob eine Reparatur sinnvoller ist.

Hinweis: Waschmaschinen aus dem Fachhandel unterliegen meist einer Gerätegarantie von zwei Jahren. Sollten in dieser Zeit Defekte an der Waschmaschine auftreten, überprüfen Sie, ob Ihnen eine Gewährleistung zusteht. Bei älteren Geräten stellen einige Hersteller zudem Ersatzteile auf Kulanz zur Verfügung, sodass die anfallenden Kosten möglicherweise geringer ausfallen können.

4. Präventive Maßnahmen gegen Lecks

Um zukünftige Probleme zu vermeiden, sollten Sie Ihre Waschmaschine regelmäßig pflegen und warten. Berücksichtigen Sie dabei folgende Aspekte:

  • Regelmäßige Reinigung: Entkalken Sie die Maschine monatlich mit Zitronensäure oder Spezialmitteln. Dies kann Verstopfungen verhindern.
  • Schläuche überprüfen: Kontrollieren Sie die Schläuche jährlich auf Risse und ersetzen Sie sie bei Bedarf. Die Schläuche sollten grundsätzlich alle 5 Jahre ausgetauscht werden, da das Material mit der Zeit porös werden kann.
  • Richtige Beladung: Vermeiden Sie Überladung und sortieren Sie die Wäsche, um passende Programme auszuwählen.
  • Professionelle Wartung: Lassen Sie Ihre Waschmaschine einmal im Jahr von einem Handwerker überprüfen.

Diese Maßnahmen können dazu beitragen, dass Ihre Waschmaschine lange nutzbar ist. Außerdem können auf diese Weise Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden, sodass teure Reparaturen vermieden werden.

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