Tenside in Waschmitteln |
Tenside sind der wichtigste Bestandteil aller Waschmittel. Sie verringern die Oberflächenspannung (Grenzflächenspannung) des Wassers, und erlauben damit Schmutz von den Wäschestücken abzulösen.
Das wohl bekannteste Tensid ist die Seife, die aus tierischen oder pflanzlichen Rohstoffen hergestellt wird. Seifen haben allerdings den Nachteil, das sich ihre Waschwirkung bei hartem Wasser stark verringert, und sie in hartem Wasser Kalkseife bilden, die sich auf Wäschestücken ablagert und sie grau und steif macht. Daher werden Seifen in modernen Waschmitteln nicht mehr verwendet. Ein weiterer Nachteil von Seifen ist, das sie stark alkalisch wirken, was empfindlicher Fasern (z.B. Wolle) schädigen kann.
In Waschmitteln werden heute ausschließlich synthetische Tenside hergestellt, die nicht alkalisch wirken und weniger empfindlich auf kalkhaltiges Wasser reagieren - auch bilden sie keine Kalkseifen.
In Waschmitteln finden sich vor allem folgende Tensidtypen:
| Tensidtyp | Funktion | Wo |
| Anionische Tenside | Ablösung von Schmutz | Im Waschmittel |
| Kationische Tenside | Keine gute Reinigungswirkung, haften aber an der Wäsche, verhindern elektrostatische Aufladung | v.a. in Weichspülern und Wollwaschmitteln |
| Nichtionische Tenside | Ablösung von Schmutz; besonders gut wasserlöslich | In Waschmitteln, aber auch in Geschirrspülmitteln etc. |
Fehlermeldungen und inhaltliche Ergänzungen/Korrekturen: info@waesche-waschen.de
Startseite für's Wasch-Lexikon
Zurück zur Homepage www.waesche-waschen.de